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Die große Resignation

„Wo siehst du dich in 10 Jahren?“

Eine typische Personaler:innen Frage, doch wie sieht das heute eigentlich aus? Hast du vor, dich langfristig an deine:n Arbeitgeber:in zu binden? 

Vielen geht es aktuell nicht so.

Laut der "Global Workforce Hopes and Fears"-Studie von PWC will jede:r Fünfte innerhalb eines Jahres das Unternehmen wechseln.

Expert:innen sprechen bereits seit einiger Zeit von der sogenannten „Great Resignation“ oder „The big Quit“, welche seit dem Beginn der Covid-19 Pandemie einen Wandel der Arbeitswelt nach sich ziehen. Alleine im vergangenen Jahr verließen 48 Millionen Amerikaner:innen, wohlgemerkt freiwillig, ihren Arbeitsplatz und auch in Deutschland hat sich die Zahl der Jobsuchenden binnen eines Jahres verdoppelt (14 %). 

Doch woran liegt es, dass immer mehr Menschen ihren Job wechseln oder in die Selbstständigkeit gehen?

Das Forbs-Magazin nennt dieses Umdenken „the Great Talent Migration“ und beschreibt eine Veränderung des Stärkenverhältnisses. Wo früher der Karriereaufstieg in einem Unternehmen noch zu den angestrebten Zielen und langfristige Arbeitgeber:innen-Bindung zu Vorteilen führte, zahlen sich heute Wechsel innerhalb von 1-2 Jahren aus. 

Besonders Millennials und die Generation Z stellen nicht mehr ihre Arbeit in den Mittelpunkt ihres Lebens, sondern passen diese flexibel in ihren Alltag ein. Daher sind für viele Remote Arbeit, eine lukrative Vergütung, entsprechende Sozialleistungen und eine wertschätzende Unternehmenskultur nicht mehr verhandelbar.

Wir stehen hier also mitten in einem nie dagewesenen Ereignis des Arbeitsmarktes und fragen uns daher zurecht: „Was können wir tun, um Mitarbeitende zu halten?“

Ich kann euch natürlich keine Wunder versprechen, habe euch aber mal meine 5 besten Tipps zusammengestellt:

5 Tipps

1. Flexible Arbeitsbedingungen

Arbeitnehmer:innen schätzen die Flexibilität ihres Arbeitsalltages. E-Mails lesen und recherchieren während der Wartezeit beim Arzt, ein paar Tage bei den Verwandten remote arbeiten, Workcation am Meer und kreative Arbeiten erledigen, wenn der Kopf frei ist.

Seit einiger Zeit setzten Unternehmen wieder auf eine Präsenzpflicht, was ihnen langfristig gesehen jedoch keine gute Stellung bei den Arbeitnehmer:innen einbringt (kleiner Wink an Elon Musk). So zeigte sich, dass die Befragten der „Global Workforce Hopes and Fears“-Studie, welche nicht hybrid oder remote arbeiten können, ihre Arbeit als weniger erfüllend wahrnehmen, dass Gefühl haben ihr Team sei weniger an ihrem Wohlergehen interessiert und dass sie nicht fair entlohnt werden.

2. Freies Wissen

Für viele Menschen ist Weiterbildung ein großes Thema. Bereits in Vorstellungsgesprächen sehen wir immer wieder den Wunsch nach Entwicklung und qualifizierenden Workshops. Auch flexible Arbeitszeiten werden von Arbeitnehmer:innen häufig zur persönlichen Weiterentwicklung genutzt.

Mitarbeitenden individuelle Möglichkeiten der Wissensaneignung anzubieten und diese auch durch entsprechende Anpassungen wertzuschätzen, stellt hierbei einen Grundpfeiler dar.

Das Wundervolle an unserer Individualität ist, dass wir dadurch auch alle unterschiedliches Wissen und Talente mit an den Tisch bringen. Veranstaltungen, in denen sich Mitarbeitende gegenseitig mit ihren Fähigkeiten begeistern können, sind dabei nur einige von vielen spannenden Formaten.

3. Wertschätzende Unternehmenskultur

Wir sehen immer wieder, dass die Unternehmenskultur eng an die Fluktuation gekoppelt ist. Mitarbeitende, die ihren Wert im Unternehmen nicht widergespiegelt bekommen, deren Arbeit nicht anerkannt wird und das Gefühl haben nicht gehört zu werden, entscheiden sich aufgrund von Unzufriedenheit häufig zu einem Wechsel. Allerdings ziehen sie meist auch eine ganze Welle an Folgekündigungen mit sich und veranlassen andere Mitarbeitende ebenfalls über einen Wechsel nachzudenken.

Regelmäßiges, authentisches Feedback unterstützt dabei, den eigenen Wert zu erkennen und Entwicklungspotentiale in den Fokus zu stellen. Auch das gemeinsame Feiern von Erfolgen lässt ein Team positiv zusammenwachsen.

4. Fokus auf mentale Gesundheit

Mentale Gesundheit steht nicht erst seit der Pandemie auf dem Programm. Besonders der Umgang mit Stress und Abgrenzungsmöglichkeiten sind wesentliche Aspekte der Teamorganisation. 

Unsere immer komplexer werdende Arbeitswelt verlangt einiges von den Arbeitnehmer:innen und bedarf daher auch ein Team, welches emphatisch auf mentale Gesundheit achtet. Mitarbeitenden einen Schutzraum zu geben, in welchem Themen offen angesprochen und Unterstützungen angeboten werden, sollte fester Bestandteil der internen Kommunikation sein. 

5. Transparenz

Laut einer Erhebung des ADP-Forschungsinstitutes signalisierten mehr als 75 % der weltweit Befragten ihre Bereitschaft, sich von Arbeitgebern zu trennen, die keine DEI-Politik (Diversity, Equity, Inclusion) verfolgen oder es versäumen, gegen geschlechtsspezifische Lohnpraktiken vorzugehen.

Es geht schon lange nicht mehr nur ums Geld. Mitarbeitende diskutieren politische und gesellschaftliche Themen mit ihrem Team und wertschätzen ein Unternehmen, welches eine klare Haltung vertritt und diese auch transparent in der internen Kommunikation dialogisiert.

Fazit

Der Wandel unserer Arbeitswelt ruft in einigen  erst einmal Beunruhigung und Missmut aus. Doch gleichzeitig erinnert er auch daran, wie wichtig das richtige Team ist.

Bereits während des Auswahlprozesses und des Onboardings die eigenen Werte und Visionen zu kommunizieren, um Gleichgesinnte zu identifizieren, sowie Mitarbeitende wertschätzend und empowernd in der internen Kommunikation zu begegnen.

Denn Kommunikation ist Key und wir haben es in der Hand dem Wandel in der Arbeitswelt, mit Empathie zu begegnen.

Ihr wollt mehr über dieses Thema erfahren oder interessiert euch, wie ihr eure interne Kommunikation verbessern könnt? Dann schreibt mir und wir gehen das zusammen an!

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